Nordspanien Frankreich

Mai/Juni 2024

Unsere grosse Reise 2024 soll uns über Südfrankreich Richtung Nord-Spanien in eine etwas unbekanntere Gegend bringen durch die Provinzen Aragonien, Navarra, La Rioja, Euskadi (Baskenland) und weiter nach Südwestfrankreich an die Atlantikküste und die Region Bordeaux. Navarra und La Rioja kennt man vom Wein her, aber das drum herum ist etwas unbekannt, aber immer eine Reise wert. Hier verirren sich auch Touristen, aber im Vergleich zu den Südküsten Spaniens kaum erwähnenswert.

Erstmals Start am Abend
Am Mittwochabend um 18.00 Uhr starteten wir unsere Reise im Toggenburg Richtung Frankreich. Nach über drei Stunden erreichten wir den Rastplatz La Sarraz kurz vor Lausanne. Ein Night-Stop, um dann morgens um 7.30 Uhr weiterzufahren Richtung Genève ohne vorher die frischen Croissant in der Raststätte zu posten. Da rächt sich nun mal unser Umzug in die Ostschweiz, weil wir nun 2,5 Stunden mehr Fahrt brauchen, um in den Süden von Frankreich zu gelangen. 8-stündige Fahrten sind für uns in unserem fortgeschrittenen Alter einfach zu viel. Das muss nicht mehr sein – und Zeit haben wir auch im Überfluss.

Avignon (2 Tage)
Nach sechs Stunden erreichten wir den Campingplatz auf der Halbinsel vor Avignon. Zehn Fussminuten war es nur in die Altstadt, die wir an diesem Nachmittag durchstreiften und abends gleich nochmals zum Schlumi.
Anderntags sattelten wir die Velos, um den Voie Vert der Rhone entlang Richtung Süden zu strampeln. Bis wir den richtigen Ausgang aus der Stadt zum Voie Vert fanden, brauchten wir sage und schreibe eine Stunde, ohne vorher im Office de Tourisme die richtige Karte abzuholen. Eigentlich würde diese Veloroute über Arles bis zur Rhonemündung gehen. Für den Einstieg für uns doch etwas zu weit, denn unsere Füdlis müssen sich erstmals wieder an den Velosattel gewöhnen. Da reicht ein Fährtli für 3 Stunden mit einer Einkehr. Kurz vor Sonnenuntergang ging’s wieder an die berühmte Brücke, um bei sagenhaftem Licht das beste Bild einzufangen. Vor dem Palais du Pape (Papstpalast, ja die hausten auch einmal hier) fand gerade eine Openair Weinmesse mit Livemusik statt. Mit einem Glas als Eintritt (€ 7.-) konnten wir an den vielen Ständen alle erdenklichen Weine aus der Region degustieren. Damit alles seine Ordnung hatte, haben wir nur Rosé Weine degustiert und gekauft.

Wollt ihr die Bilder im grösseren Format sehen, klickt einfach auf das erste Bild und blättert durch.

Peyriac-de-Mer
Eine 200-km-Fahrt brachte uns noch mehr in den Süden nach Peyriac-de-Mer. Eine unserer Lieblingsadressen, die wir schon mehrmals besuchten. Ein kleines Dorf an einem ehemaligen Salzgewinnungs-Etang gelegen. Eine tolle Nachmittags- und eine Abendwanderung zeigten uns wieder einmal dieses prächtige Naturschutzgebiet mit den vielen „ausgemusterten“ Salinen-Teichen verbunden mit Holzstegen und den vielen Flamingos. Nicht zu vergessen der nette Ort mit nur gerade drei Beizen, einer Bäckerei und einem kleinen Einkaufsladen. Richtig unverbraucht und süss.

Carcassonne (2 Tage)
Zuerst noch beim Orts-Bäcker in Peyriac-de-Mer das wunderbare Baguette abholen, dann ging’s weiter 81 km ins Landesinnere durch das Languedoc nach Carcassonne. Ein prächtiger Stellplatz knapp ausserhalb der Stadt mit einem idyllischen Spazierweg dem Fluss oder Dorfbach entlang ins Zentrum. Nachmittags wurde die Stadt unterhalb der Cité erkundet. Wir bestaunten die kleine Schleuse des Canal-du-Midi beim Bahnhofplatz. Alles war schon hergerichtet, um in drei Tagen die Olympia-Fackel-Stafette zu empfangen. Leider reichte meine Form nicht dazu, da evtl. mitzumachen, um in mir das olympische Feuer zu entfachen. 
Anderntags stiegen wir auf den riesigen Hügel, die mittelalterliche Cité mit zahlreichen Türmen und Doppelmauer inkl. Burggraben aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Alles noch bestens erhalten, und hinter den Mauern wird gelebt und gewohnt. Eine eigentliche Stadt in der Burg mit unzähligen Läden und Bistros, Kirchen und Hotels – aber logischerweise von den Touristen völlig überlaufen. Grüpplein um Grüpplein in allen Sprachen standen uns vor der Linse und wir zogen es vor, um die grosse Anlage zu laufen, wo wir dann wirklich alleine waren und prächtige Eindrücke in den Fotokasten brachten. Kurz nochmals runter in die „richtige“ Stadt, denn es musste noch eingekauft werden für die nächsten Tage.

Pyrenäen-Andorra-La Seul d‘Urgell
Durch die Nacht hämmerte der Regen in grossen und kleinen Tropfen auf unser Blechle Häusle mit einigen kurzen Pausen, um dann wieder mit der Musik der fallenden Tropfen aufs Blech weiterzufahren. Der Regen liess auch beim Start zur Weiterfahrt nicht nach. He-nu-so-denn ging es halt im strömenden Regen Richtung Pyrenäen. Wir wollten und müssen durch die Pyrenäen via Andorra fahren, um dann endlich in Spanien/Nordkatalonien zu sein. Höher ging’s durch prächtige Landschaften, wenn man es durch die grauen Schleier sehen konnte. Der Tunnel nach Andorra nahte. Aber Ohalätz, geschlossen wegen Wartungsarbeiten. Es geht nur über den Pass. Und was für ein Pass. In der Anfahrt durch die vielen Haarnadeln sehen wir die Schneeberge immer näher kommen. Doris meinte schon: und das ohne Winterpneus und Schneeketten! Hopp Elvis, rief ich, das schaffst du schon mit deinen 110‘000 Kilometern auf dem Buckel. Höher immer höher ging es an futuristischen Schneesport-Stationen vorbei. Die Kunstschneepisten noch fast fahrbar, die Sesseli hingen noch an den Seilen. Wir sind oben: 2404 Meter über Meer. Um uns frischer Schnee. Ich checke: nur zwei in der Schweiz gelegene Pässe sind um einige wenige Meter höher (Furka, Nufenen). Zum Glück blieb der Schnee auf der Strasse nicht liegen. Weiter ging es runter durch den Weltcuport Soldeu nach Andorra. Kurzer Stop zum Tanken €1.31 der Liter. Das ist doch auch was. Unsere Pyrenäen Durch- respektiv Überquerung war ein tolles Abenteuer und Erlebnis. Andorra selbst kein Augenschmaus. Das ganze Land in einem engen Schlauch gelegen mit unwirklichen verrückten, engen und hohen Bauten. Scheusslich. Zu guter Letzt sind wir dann doch in Nordkatalonien nach 225 km eingetroffen. Auf einem feinen, kleinen Campingplatz haben wir es uns bequem gemacht und das abendliche 3-Gang Dinner im nahen Restaurant schmecken lassen inkl. einer Flasche feinem Rioja Crianza für sagenhafte € 44.00… 

Und dann noch das: habe den Elvis etwas ramponiert beim Rückwärtsfahren und mit dem Veloträger einen Stein gerammt. Der Träger war etwas verformt und ein Nummernlämpli futsch. Da alles Aluteile sind, konnte ich mit ziehen und würgen das ganze wieder mit eigener Manneskraft einigermassen ins Lot bringen.

Lake Caspe (3 Tage)
Jetzt fuhren wir vom nördlichsten Teil Kataloniens nordwestlich Richtung Aragonien. Eines unserer ersten wichtigen Reiseziele. Durch weite bunte Ebenen, viel Ackerland, Aprikosen- und Kirschbäume in voller Frucht ging es nach 255 km auf den Camping Lake Caspe. Direkt am gestauten Ebro gelegen, der sich um X-Ecken biegt und teilweise grössere Fijorde bildet. Eine wirkliche Idylle mit Möglichkeiten für Wassersport, Wandern und Biken. Am ersten Tag umwanderten wir die erste Halbinsel, kamen an den Obstplantagen vorbei, wo die Aprikosen und Kirschen schon geerntet waren und wir die restlichen, vergessenen Früchte von den Bäumen pflückten, alle im prächtigen Vollsaft. Ein Mundraub erster Klasse. Am zweiten Tag sattelten wir die Bikes, um die erste und zweite Halbinsel zu umrunden. War die Anfahrt zuerst auf geteerter Strasse einfach, so war die Runde um die zweite Halbinsel schon etwas rumpelig. Aber das haben wir auch überstanden und der prächtige Sonnenuntergang am See versöhnte uns mit unseren weichgeklopften Hinterteilen.

Saragossa (4 Tage)
Rund 1,5 Stunden oder 123 km waren es nach Saragossa. Wir richteten uns auf dem grossen Gratis-Stellplatz, gleich neben einem Leichtathletik-Stadion ein, weil der Campingplatz am ersten Tag noch ausgebucht war. So ging es gleich mit der hochmodernen Strassenbahn in die Stadt, nicht bevor wir noch in Fussnähe im Carrefour unseren Grosseinkauf machten. Wir waren völlig überrascht von dieser modernen, blitzsauberen Stadt mit einer top Infrastruktur. Den ganzen Tag fand im nahen Stadion ein Leichtathletikmeeting statt. Als Experte habe ich abends für rund 1,5 Stunden dem Meeting beigewohnt und tolle Leistungen mitapplaudiert. Anderntags dislozierten wir auf den eigentlichen grossen Campingplatz von Saragossa, wo wir drei Nächte verbrachten.  Von hier brachte uns der Bus in 30 Minuten in die City. In Saragossa fand 2008 die Weltausstellung an den Ufern des Ebro statt. Ein Highlight der neuen Stadtgeschichte. Viele, wenn nicht fast alle Pavillons stehen heute noch und wurden teilweise umgenutzt. Architektonische Wunderbauten z.B. die Pavillionbrücke von Zaha Hadid, der heute noch als Ausstellungspavillon in Betrieb ist. Viele Gebäude stehen aber auch als Brache leer und sind am verfallen. Prächtig war der Fussmarsch durch alle Teile der Expo 2008. Genossen haben wir auch den Rückmarsch, dem Ebro entlang in die Altstadt. Am zweiten Tag besuchten wir andere tolle Gebäude. Die architektonischen, hochmodernen Bauten geben Saragossa einen hochmodernen Touch. Am späten Nachmittag zog es uns in die engen Gassen der Altstadt zu den unzähligen Tapas Bars. Ich fand Saragossa eine der schönsten, vielfältigsten und mit viel Lebensqualität ausgestattete Stadt. Für mich gehört sie in Europa zu den Top 5 Städten. Da ich doch schon einiges gesehen habe, erlaube ich mir diese Klassierung.

Ayerbe / Mallos de Riglos
3x wollten wir in der Gegend von Huesca einen Canyon anfahren und es ist uns einfach nicht gelungen. Wir reisen doch schon seit Jahren in der Weltgeschichte rum und sowas passiert uns. Nichtdestotrotz sind wir dann wieder näher an die Pyrenäen gefahren nach Ayerbe. Ein wunderschönes Campingplätzli inmitten eines Waldes. Gleich ging’s auf die Velos und ab in die Berge, d.h. an einen Spot, der sich so wunderbar nennt Mallos de Riglos, Agüero y Peña Rueba. Da ich auf dieser Reise nur mit dem Bio-Bike unterwegs war, war es dann schön heftig hoch zu fahren. Der Anblick dieser riesigen abgerundeten Felswand war dann aber alle Mühe wert. Da kreisten Geier an den Felswänden auf der Suche zu ihren Nestern und die Felswände leuchteten in der späten Nachmittagssonne goldorange.  Selbstverständlich wurde freudig fotografiert und der beste Spot gesucht. Die Schussfahrt runter habe ich dann wirklich voll ausgekostet und unten artig auf Doris gewartet. 

Arguedas / Bardenas Reales
Heute ist der absolute Höhepunkt unserer Reise angesagt, die Halbwüste Bardenas Reales. 186 km war die Anreise, um zum Eingang dieser Wüste zu kommen. Der Eintritt ist gratis und auf einer rund 30 km Rundstrasse kann man alle Sehenswürdigkeiten abfahren. Nachts ist der Zugang gesperrt. Der so grüne Norden Spaniens zeigt sich hier von einer unerwarteten wüstenartigen Seite mit vielen Felsformationen, Schluchten und natürlichen Elementen von unglaublicher Einzigartigkeit und Schönheit. Man fühlt sich fast in Arizona oder Monument Valley. Wir wurden nicht enttäuscht. Mann kann die Runde auch mit dem Bike abfahren. Bei dieser Hitze ist es doch ein etwas strengeres Unterfangen. Wir sind dann auf dem besten Hotspot lange geblieben und haben den Abend abgewartet, um bei tiefer stehender Sonne prächtige Bilder zu schiessen. Natürlich genossen wir vorher noch unseren Znacht in der herrlichen Umgebung. Ein prächtiger, eindrucksvoller Tag ging zu Ende. Am Rande des Städtchens Arguedas auf einen grossen Stellplatz, der nicht mal kostenpflichtig ist, genossen wir die Nachtruhe, ohne vorher noch einen Abendspaziergang mit einem Schlumi in der Ortsmitte zu machen. 

Tudela
Ein Katzensprung von 17 km war es nach Tudela. Ein grosser Parkplatz unweit der Altstadt hatte auch einige Stellplätze für Wohnmobile, die ebenfalls kostenlos sind. Ein neckisches Städtchen mit einem uralten Ortskern und einem prächtigen quadratischen Platz, bespickt mit vielen Restaurants, wo uns einmal mehr die Tapas anlachten resp. verschlungen wurden. Gemütlich schlenderten wir durch die Gassen, dem Fluss entlang und liessen den Tag einfach so an uns vorbeiziehen. Anderntags war dann schon wieder Action angesagt, indem wir die Via Verde del Tarrazona per Velo abstrampelten. Das ist eine stillgelegte Eisenbahnroute. Gute 25 km war die Anfahrt und ich wunderte mich, dass die Geschwindigkeit mit ca. 15 Std./km durch eine grosse Ebene sehr gering war. Erst in Tudela haben wir festgestellt, dass dieses Städtchen deutlich höher liegt als unser Ausgangspunkt (über 250m). Womit das nach Hause fahren mit 25 Sachen dafür flott voran ging. Tarrazona ist wirklich einen Besuch wert. An einem Fluss liegend an den Hügel gebaut mit engen Gässchen. Die nächste Übernachtung haben wir wieder am Fusse der Klippen in Arguedas verbracht.

Logroño (3 Tag)
101 km resp. 1,5 Std. war es in die Hauptstadt der Provinz Rioja nach Logroño mit seinen 150’000 Einwohnern. Drei Nächte und Tage haben wir auf dem städtischen Campingplatz gebucht. Mit gerade mal 8 Minuten Fussmarsch über den Ebro waren wir in der Altstadt. So haben wir am ersten Tag die prächtige Altstadt durchforstet, um die Ecken für gute Tapas zu finden. Eingestreut in den Tag war auch der grosse Waschtag. Leider ging uns für den Grill das Gas aus, womit wir am zweiten Tag auf der Suche nach einem Gashändler waren. Alles haben wir abgeklopft, im Internet recherchiert und keinen Laden gefunden, der die europäisch üblichen Campinggas-Flaschen hatte. Viel rumgefahren, mit dem Velo, und den Tag somit verblöterlet resp. die Stadt kreuz und quer mit seinen grossen Einkaufscentern heimgesucht. Anderntags war dann die grosse Rioja-Velotour angesagt. Man ist ja in der Hauptstadt des Riojas. Beeindruckt waren wir auch von den Preisen. Die Flasche Rioja in der Schweiz ist fast noch billiger, als wenn man sie in der Herkunftsregion kauft.

Elciego 
22 km südlich von Logroño liegt das Herzstück des Rioja. Auch hier ein Stellplatz in unmittelbarer Nähe das auf einem Hügel gelegenen Städtchens. In einer Stunde war die Besichtigung beendet. Nun ein kurzer Besuch in der berühmten Bodega und Hotel Marqués de Riscal, gebaut von Frank O. Gehry. Ein Monument mitten in der Landschaft, wie ein futuristisches Ungetüm, das sich seinen Platz auf dem Land und zwischen den alten Häusern erobert hat. Je nach Sonneneinstrahlung leuchten die geschwungenen Dächer in andern Farben. Die Zeit reichte noch, um mit dem Bike nach Laguardia hoch zu fahren, um das zweite Monument die Bodega Ysios gebaut und entworfen von Santiago Calatrava zu besichtigen. War es nun eine hochmoderne Kirche oder einfach ein Prunkbau von feinster Architektur. Einfach prächtig anzusehen dieses 195m lange Kellereigebäude. Leider durften wir nur gerade den Eingangsbereich besichtigen, weil nur angemeldete Gäste zur Degustation und Führung eingelassen werden. Die Preise für eine Flasche Ysios war dann auch dementsprechend hoch von 60.- bis 140 €… Eine nachträgliche Recherche zeigte mir aber, dass es auch Ysios Weine ab Fr. 30.- gibt – aber nur wenige. He-nu-so-de, wir verlustieren uns an unserem Chateau Carton „Tempranillo“, den wir immer im Camper mitführen, weil sich sonst die gelagerten Flaschen gegenseitig zertrümmern, wenn Frauchen oder Herrchen rassig um die Kurve biegt… 

Pamplona (3 Tage) 124 km, knapp 1,5 Stunden waren es nach Pamplona, die Hauptstadt der Provinz Navarra. Ebenfalls eine wichtige Station auf unserer Nordspanienreise. Beim recherchieren zu Hause sind wir auf einen tollen Film gestossen, welcher aufzeigte, dass man mit dem Velo vom Campingplatz ca. 10 km dem Fluss entlang locker ins Zentrum fahren kann. Machen wir doch auch so. Am ersten Tag war mal wieder Pause angesagt. Liegestuhl, sönnele, lesen, nichtstun.

Am zweiten Tag eben per Velo in die Stadt. Vom Fluss hochgefahren in die Altstadt. Velos parkiert und gut 2-fach abgeschlossen. Selbstverständlich suchten wir den „Stierlaufweg“. Vom Start bis ins Ziel sind wir durchgelaufen, nein spaziert, bis zur Stierkampfarena Plaza de Toros. Eine Selbstführung mit Hörgeräten zeigte uns die Stierkampfarena mit all seinen Nebenräumen und Stallungen etc. Eine eindrückliche Geschichte. Übrigens am Stierlauf durch die Stadt am San Fermin, ein Fest mit Hunderttausenden von Menschen aus allen Herrenländern, werden die Stiere in der Arena nicht getötet, sondern in den Aussenhof getrieben, wo sie sich von den Anstrengungen erholen und trinken können und je nach körperlicher Verfassung in die Zucht gehen oder dann eben bei Verletzungen zum Metzger. Erwähnenswert ist auch die Plaza del Castillo, ein grosses Häuserviereck mit vielen eleganten und bunten Häusern. 

Am nächsten Tag haben wir die riesige Zitadelle von Pamplona erwandert. Sie ist ein schönes Beispiel für Militärarchitektur der Renaissance und eine der herausragendsten Verteidigungsanlagen Europas. Wir brauchten über zwei Stunden “Wanderzeit“ um die mächtige Anlage zu durchwandern und erkunden. Prächtig diese grüne Oase mit Park mitten in der Stadt. Es war gerade Samstag und an jeder Ecke im Park und vor den Kirchen sah man etliche adrett gekleidete Hochzeitspaare und seine Gäste.

Sopela / Bilbao (3 Tage)
Heute mal wieder eine längere Fahrt von 222 km von Pamplona nach Sopela ein Vorort von Bilbao. Da Pamplona auf einer Hochebene über 550m ü.M. liegt, kam das Überraschende kurz vor Bilbao. Plötzlich ging es steil hinunter in mehreren Kehren, durch Täler und Schluchten, als fuhren wir auf einer grossen Schweizer Pass-Strasse. Drei Tage war uns dieser Stop wert. Die Metro führte uns in die Stadt der Künste. Vorab der Besuch der Altstadt, anschliessend über die prächtige Flusspromenade fussten wir Richtung Guggenheim Museum, ohne vorab die Fussgängerbrücke von Calatrava zu bestaunen. Per Lift ging’s hoch, um über die grosse Brücke mit Blick auf das Guggenheim Museum von oben zu erhaschen. Durch die prächtige Einkaufsstrasse Grand Via de Lopez de Haro umsäumt von stilvollen Prachtshäusern, das die reiche Hauptstadt Bilbao auszeichnet, latschten wir nochmals in die Altstadt in die prächtige Markthalle zum Tapas-Schmaus. Muss verdient sein.

Am nächsten Tag war der grosse Küstenwalk von über 3,5 Stunden auf dem Programm. Vom Campingplatz alles der Steilküste entlang mit herrlichen Ausblicken in die diversen Buchten bis zum Eingang des Handelshafens in Las Arenas. Hier spannt sich die Schwebebrücke Puente Colgante über den Fluss, gebaut im Jahre 1893, heute UNESCO-Weltkulturerbe. Spektakulär schwebt die Schwebebrücke im „Gleitflug“ auf die andere Seite des Flusses und befördert rund um die Uhr Fahrzeuge und Personen. Per Lift fährt man auch hoch zum Panorama-Fussweg und kann den Fluss auf luftiger Höhe mit prächtiger Aussicht überqueren. Per Metro ging’s wieder „nach Hause“ zum Camping Sopela. Übrigens prächtig gelegen mit Aussicht auf die Bucht mit wunderbaren Sonnenuntergängen. Ja die schöne Bucht haben wir auch noch durchwandert und einige flotte Bildchen geschossen.

Zelaieta
Auf nach San Juan de Gaztelugatxe, welch ein prächtiger Name, aber ein ganz spezieller Ort. Ein Kirchlein auf einem Inselhügel im Meer, das durch einen anstrengenden Weg mit vielen Treppen zuerst runter und dann wieder rauf angewandert werden muss. Anhand der vielen Touristen vor Ort muss das wohl ein ganz spezieller Ort sein. Die Insel ist etwa 270 Meter lang und maximal 80 Meter breit. Sie ist durch eine Steinbrücke mit dem rund 200 Meter entfernten Festland verbunden. Auf dem höchsten Punkt der Insel (79m) steht das ehemalige Kloster San Juan. Um zu der Einsiedelei zu gelangen, muss man, nachdem man die heute dammartig unterbaute Brücke überquert hat, 237 Stufen auf einer in den Fels gehauenen Treppe hinaufsteigen. Vorab aber zur Brücke ebensoviele Treppen runtersteigen und das zweimal hin und zurück. Kleiner Fitnesstest für uns. Die Felsinsel wird von mehreren unterirdischen Gängen durchzogen und hat zahlreiche zum Teil ausgebaute Höhlen. Ein Erlebnis erster Güte.

Nur gerade 62 Kilometer oder eine gute Stunde Fahrzeit bis in das Becken von Mudaka. Ein imposanter Meeresarm, der ein riesiges Rückzugsgebiet für Seevögel ist. Als UNESCO Biosphärenreservat nennt sich diese Station Urdaibai Birdcenter. Die meisten Vögel, die vor dem Winter von Nordeuropa nach Süden ziehen, machen hier ihren Zwischenstopp. Darum nennt sich die Station auch „International Airport for Birds“. Eine prächtige Ausstellung mit diversen Livebildern aus aller Welt und einem Aussichtsturm machen dieses Haus und das Schutzgebiet einzigartig. Selbstverständlich bin ich dreimal ausgezogen, um mit meiner Fotokanone Vögel und Gegend einzufangen. Nicht einfach. Möglich machte dies der Stellplatz, der gleich 150m von der Station entfernt liegt. An diesem Tag war der frisch renovierte Stellplatz gerade erstmals offen und wir waren die ersten die Dusche, WC und Entsorgungsanlagen benutzten durften. Welche Ehre oder Zufall. Als ich am frühen Abend zum nächsten Outlook spazierte, bin ich durch Quartiere gelaufen, wo alle Haus- und Gartenwände mit prächtigen Bildern vollgesprayt waren. Einzigartig toll. Das halbe Dorf ein Kunstwerk. Die Bilder sprechen für sich.

Orio (2 Tage)
Eine prächtige Küstenfahrt um alle Ecken und Etangs von 121 km brachte uns ins Fischerstädtchen Orio. Früher vor langer Zeit eine Walfangstation. Einmal zünftig hoch, dann wieder runter durch prächtige Wälder, Hügel und grüne Landschaften. Wir fühlten uns manchmal fast in der Schweiz oder Tirol. Prächtig der Campingplatz zwischen Flussmündung, Meeresstrand und Städtchen gelegen. Zwei Tage war es unsere Bleibe. Am ersten Tag haben wir einmal mehr das kleine Städtchen erkundet, die Surfer am Beach bestaunt und gefilmt und abends das Sandhandball-Turnier für Mädchen besucht. Am nächsten Tag Start zu einer Bergwanderung über die steilen Klippen hoch über Orio. Teilweise fühlten wir uns auf einer Schweizer Alp. Und das so nahe am Meer. Wir kreuzten auch den Jakobsweg, wo uns mehrere Pilger, im zügigen Schritt überholten. Zu erkennen an der Muschel am Rucksack. Diese Pilger sind  noch gut in From, da es erst der Anfang ist bis Santiago di Compostela. In anderen Städten sahen wir dann schon einige lädiertere PilgerInnen, die hinkend nur noch langsam vorwärts gingen oder sogar nur mit einem Schuh und den anderen Fuss dick eingebunden. Orio, eine prächtige, einfache Gegend kurz vor San Sebastian. San Sebastian liessen wir links liegen, weil wir schon vor einigen Jahren hier waren.

Hondarribia
Ab Orio waren es nur gerade 47 Kilometer bis zum nordöstlichsten Punkt Spaniens an der Grenze zu Frankreich. Oben am Cape Higuer Lighthouse platzierten wir unseren Elvis auf einem grossen Parkplatz, ohne Gebühr, um dann den Fussmarsch ins Städtchen zu wagen. Das Wetter war etwas unfreundlich. Doch der grosse Markt in der Altstadt zum Thema Mittelalter war es wert. Viele Gruppen mit prächtigen Kostümen zogen mit mittelalterlichen Musikinstrumenten durch die Gassen. Ein prächtiges Schauspiel. Der beginnende Regen zog uns bald in eine Tapas-Bar und wir genossen unsere letzten spanischen Tapas. Der Rückarsch im Nieselregen war dann leider nicht so angenehm, weil Doris ohne Regenjacke unterwegs war und die Jacke von mir sah dann nicht so modisch aus. Gab dafür die nötige Wärme und Schutz.

Biscarrosse (4 Tage)
Nun sind wir in Frankreich angekommen. 190 Kilometer Fahrt am Sonntag von der Grenze, fast ohne Verkehr, aber mit verdammt hohen Autobahngebühren. Also, wer reist soll auch blechen… Ganze vier Tage stehen wir im Camping am Biscarrosse Lac. Mal einwenig runterfahren, sünnele, bädele, nichtstun. Doch am zweiten Tag stiegen wir aufs Bike und radelten durch die prächtigen Dünenwälder rauf und runter ans Meer nach Biscarrosse Plage. Übrigens die Velowege in der Gegend sind fantastisch. Wirkliche Velowege getrennt von Autofahrbahnen. In Biscarrosse Plage herrscht der Badetourismus in Vollkultur, aber zur dieser Zeit nur von Campern resp. Rentnern besucht… Zwei Tage später sind wir nochmals hingefahren, um zu sünnele /bädele, aber der Atlantik hatte noch nicht die Badetemperatur, die meinem Body wohltuend ist. Doris erst recht nicht. Hier hatten wir mal richtig Zeit zum Einkaufen. Ein grosser Supermarkt lässt keine Einkaufswünsche offen. Da wurde sogar das Einkaufskörbli von Doris Velo leicht überladen. Aber der Stromtreter hat auch diese schwere Einkaufstüte mit Leichtigkeit auf den Campground gefahren.

Dune du Pilat (2 Tage)
Nur gerade 37 Kilometer war die Anfahrt zur Dune de Pilat. Den Camping Platz La Fôret peilten wir mit dem Navi an. Da stehen wir nun vor einem abgebrannten Campingplatz. Ja 2022 wütete ein verheerender Waldbrand rund um die Dune de Pilat. Alle drei Campingplätze fielen den Flammen zum Opfer. Zwei dieser Plätze sind im Aufbau resp. Neubau und bieten einige Stellplätze an. Zwei Tage buchten wir im Camping Pilat. Zwischen abgebrannten Baumstämmen, die wie Mahnmale stehen und Bauplatz standen wir nun vor der grössten Düne Europas, 2,5 km lang, 500m breit und teilweise bis 104 Meter hoch. Es gibt keine festen Wanderrouten auf den vielen sandigen Hügeln. Steil geht es hoch, da helfen die Treppen den Touris hoch zu kommen. Das runter laufen ist dann aber ein wirklicher Spass. Am ersten Tag geht es zuerst an den Strand zu einem 2-Stundenwalk, um die Dune de Pilat vom Meer her zu bestaunen. Am späten Nachmittag stiegen wir von Süden her hoch, wo es nicht so steil ist. Am nächsten Tag stolperten wir Barfuss, es ist das beste Vorwärtskommen, bis zum nördlichsten Hügel. Ganz alleine waren wir vorab 1,5 Stunden bis wir zum letzten Buckel kamen, wo die Touris wie Ameisen hochsteigen.

Arcachon
Kurze 18 Kilometer war die Fahrt nach Arcachon. Das Bassin d’Arcachon einer der beliebtesten Ferienorte Frankreichs. Da wollten auch wir nicht fehlen. Der Camping war complet. So fuhren wir zum nächsten öffentlichen Stellplatz der sogar kostenlos war. Der Veloweg führte uns gleich vom Stellplatz dem Strand entlang in 10 Minuten in die City. Gepflegt und gediegen die schmalen Einkaufsstrassen mit den neckischen Cafés und den vielen Restaurants. Jede zweite Beiz bietet Huître (Austern) und Moules (Muscheln) an, was typisch ist an der Atlantikküste. Selbstverständlich vernaschte ich zum Znacht einen Topf voll Muscheln. Doris muss leider immer passen bei Meeresfrüchten. Aber auch für sie steht was feines auf dem Tisch. Vorab sind wir noch hochgefahren ins Quartier Ville d‘Hiver (Winterstadt) zu den geschichtsträchtigen Villen. Ob kitschig oder schön sei dahingestellt. Jeder baute vor über 100 Jahren sein Prachtschlösschen oder Prunkvilla. Teilweise sind sie auch schon wieder etwas heruntergekommen.

Bordeaux (3 Tage)
Kurzer Sprung von 78 Kilometer bis Bordeaux. Drei Tage liessen wir uns Zeit, um die Metropole „des guten Weins“ zu besichtigen. Mit einer 5-Euro-Tageskarte war die Fahrt sehr einfach in die Stadt. An hochmodernen Überbauungen vorbei sind wir in rund 35 Minuten im Zentrum. Vieles gab es zu besichtigen. Die prächtigen Brücken über die Garonne, ein Aufstieg auf den Kirchturm, der Prachtbau der Cité du Vins, der U-Boot Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der spiegelnde Place du Bourse, das Theater, oder die ehemalige Caserne Niel, genannt Darwin, ein Szenenort der Extraklasse. Zu guter Letzt haben wir gemerkt, dass man mit der Tageskarte auch die Schiffsverbindungen auf der Garonne benutzen kann. So sind wir denn die Garonne rauf und runter geschunkelt, unter der imposanten Hebebrücke durch, um Bordeaux noch ein letztes Mal aus der Wasserperspektive zu geniessen. Drei wunderbare Tage gingen schnell zu Ende ohne aber noch täglich in der wunderbaren Altstadt in einem neckischen Strassencafé unseren Pastis zu schlürfen. Nicht zu vergessen das frühabendliche Bad im Swimmingpool.

Saint-Emilion
Nur gerade 50 Kilometer östlich von Bordeaux liegt Saint-Emilion. Ein Katzensprung für Elvis. Wir sind im Epizentrum des Bordeaux-Weins. Soweit das Auge reicht Weinberge, Château an Château reihen sich an der Strasse. Beispiel: Wir fuhren drei Kilometer mit den Velo vom Camping ins Städtchen und ich zählte 14 Châteaux auf dieser kurzen Strecke. Welches ist der Beste… Vor lauter Château haben wir uns entschieden, wir bleiben beim Château-Carton. Des Campers liebster Wein, weil platzsparend, praktisch mit Hähnchen. Ok, Sterne oder Punkte hat der nicht, aber geschmeckt hat er alleweil. Das Städtchen proppenvoll von Touristen und Weinläden. Schön und alt ist Saint-Emilion wirklich. Wir haben aber dann den Umweg mit einem Märschchen durch die Rebberge gemacht, um dem Trubel auszuweichen. Was mir ermöglichte, einige schöne Schnappschüsse einzufangen. Zeitlich wieder zurück auf dem prächtigen Campingplatz, um noch eine Runde im Pool zu drehen und etwas in die Sonne zu gucken.

Périgueux
Wieder mal eine etwas „kurze“ längere Fahrt von 93 Kilometer, was ja auch nur ca. 90 Minuten ist, bringt uns nach Périgueux. Heute mal ein Regentag. Der Stellplatz am Fluss gelegen und in Fussweite zur Stadt. Die Schranke steht hoch, kommt rein, alles umsonst. Nehmen wir doch, wenn die Schranke kaputt ist. Bei Nieselregen erstmals Doris mit Schirm unterwegs. Prächtige Kirche oder soll man eher sagen ein riesen Ding von einer Kirche etwas im maurischen Stil gebaut. Wie immer pro Stadt geht es nur in eine Kirche, sonst müssen wir die Reise verlängern. Kirchen mit Eintritt werden strickte gemieden, da ich Gratiseintritt erwarte, da ich 50 Jahre Kirchensteuern bezahlt habe. Zurück zum Stadtbummel. Da passierte es: Doris: schau diese schöne dunkle Gasse! Nichts wie rein, rumschauen etwas dunkel, Baumann stolpert, stürzt auf seine schon operierte Schulter plus einige andere Abschürfungen. Etwas geschockt Madame: alles ok. Ich: nein, meine Schulter. Tief durchatmen, die Blechschäden begutachten. Zurück ins Spital Elvis um die schmerzende Schulter zu pflegen. Gott sei Dank sind wir sanitätsmässig gut ausgerüstet. Coolbag auflegen, Gelsalbe auftragen, Dreieckstuch aus dem erste Hilfe Köfferchen und den Arm in die Schlinge. Fachtechnisch noch ein WhatsUp an meine liebe Schwester Annemarie, die ist ja Krankenschwester und Samariterlehrerin, um Tipps abzuholen. Also über Nacht den Arm fest an den Torso binden resp. fixieren. Schmerzen mittelgross, Schlaf gut. Morgens etwas Entwarnung. Es geht mir schon deutlich besser, doch Autofahren unmöglich, da ich mit der rechten Hand schalten muss. Glück dabei, dass Doris viel lieber Auto fährt als ich.

Montluçon
252 Kilometer fräste Doris jetzt Richtung Osten. Langsam geht es heimwärts. Die Chauffeuse schaffte das locker. Prächtiger Gratis-Stellplatz etwas ausserhalb der Stadt an einem kleinen Etang. Das reicht locker für einen Marsch um den See und ein Test, ob die Schulter die Wanderbewegungen aushält. Ging. Nach Apéro im Seebeizli ab in die Küche. Dank Vorarbeiten von Doris ist mir das Filet-Stroganoff „einhändig“ bestens gelungen. Zum Ausklang Abendspaziergang gleich nochmals um den vorderen Teil des Sees bei herrlicher Stimmung. Dann wieder Arm an die Brust fixieren und ab ins Nescht. Morgen wartet eine lange Fahrt… für Doris.

Beaune
250 km chauffierte Doris uns ins Burgund. Nach Bordeaux die zweite grosse Weingegend. Lange fuhren wir dem Canal du Centre entlang mit vielen Schleusen, durch neckische Dörfer und kleine Anlegehäfen. Es müssen wohl über zwei Dutzend Schleusen gewesen sein. Der Kanal gehört zu einem Kanalsystem, das die Saône mit der Seine verbindet. Rechtzeitig am grosszügigen Campingplatz eingecheckt, sind wir die 900m locker in die Stadt gewandert. Suchten noch krampfhaft eine Boucherie, um nochmals ein Côte du Boeuf zu kaufen. Fehlanzeige, nicht mal das Tourismusbüro konnte uns einen Tipp geben. Plötzlich entdeckten wir auch noch die schönen Plätzchen etwas ausserhalb der Kernstadt. Liefen über die Stadtmauer, steuerten das Schloss an etc. 

Lac Saint Point
Unsere letzte Station lag nur gerade 156 km weiter Richtung Jura. Zum Schluss wie zum Anfang ein Lieblingsort von uns, den wir schon mehrmals angesteuert haben. Die zwei letzten Nächte am wunderschönen Lac Saint Point. Am ersten Tag spielte das Wetter nicht gerade mit. Somit haben wir unseren Elvis etwas rausgeputzt und gepflegt. So müssen wir ihn zu Hause nicht mehr polieren. Abends im Aufenthaltsraum des Platzes habe ich dann das Fussballspiel der Schweizer reingezogen. Am anderen Tag die grosse Wanderrunde rund um den Lac Saint Point. Das sind nicht weniger als 21 Kilometer und dauerte rund 4,5 Stunden. Arm und Schulter haben flott mitgemacht, doch ans Autofahren wagte ich mich noch nicht. So hat dann Doris in den letzten fünf Tagen bis in Toggi über 1000 km alleine am Steuer verbracht.

Ankommen zu Hause
Einmal mehr sind wir wieder „fast“ gesund und ohne Unfall und Missgeschicke wieder im Toggenburg zurück. Elvis läuft und läuft und hat auch seine neunte grosse Europareise ohne Probleme hinter sich gebracht. 
Wir haben wieder einmal eine ganz neue Gegend in Europa kennengelernt. Das was wir immer suchen, neues zu entdecken und einfach auch im Alter gwundrig sein.

Die Zahlen zur Reise
Dauer: 49 Tage (7 Wochen)
Länder: Frankreich, Andorra, Spanien
Kilometer: 4093 km
Ø Tag: 84 km
Diesel: 567 Euro
Autobahn: 119 Euro
Stellplatz: Ø 21.80 Euro
Velo: 331 km
Schritte: 527 000 = ca. 316 km

2 Kommentare zu „Nordspanien Frankreich“

  1. super bericht, der gluschtig macht und schöne aufnahmen!!

    bin auf dem weg in die toskana. 6 tage fotografieren

    Yvonne v. Kauffungen
    Vom iPhone aus gesendet – daher so kurz und knapp

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  2. Super Reise, einige der besuchten Orte habe ich vor Jahren mit dem Segelschiff besucht! Deine Texte sind immer interessant und gut geschrieben. Ich glaube da kann ich noch was abschauen!

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