Mai/Juni 2025
Mit dem Wohnmobil der Mosel entlang. Abenteuerliches Wandern in Luxemburg. Tolle Städte in Belgien. Ruhe in der Südeifel. Neue, packende, schöne Erlebnisse.
Bad Bellingen
Meistens ist der Start zu unseren grossen Touren „nur“ einige Kilometer. Mickrige 170 km die Startetappe nach Bad Bellingen, wo wir unsere Reise fast wie immer mit einem Wellnesstag eröffnen.



Koblenz
Nach zwei Tagen ging es dann hoch über fast 400 km nach Koblenz zum eigentlichen Start an der Mosel. Eindrückliche Stadt am Deutschen Eck, dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Der Stellplatz lag etwas ausserhalb der Stadt, doch auf dem Veloweg waren wir in 20 Minuten im Zentrum. Logisch steuerten wir zuerst das Deutsche Eck an. Bestaunten die vielen Touristen, Rhein- und Moselkreuzfahrtschiffe, um uns dann den Details in der Innenstadt zuzuwenden. Wir entdeckten ein kubanisches Restaurant, wo uns das Abendessen bestens mundete. Anderntags strampelten wir hoch zur Burg Ehrenbreitstein, obwohl eine Gondelbahn hinaufführte. Ein prächtiger Spot hoch über Koblenz mit bestem Blick auf das Deutsche Eck und das Umland.
Wollt ihr die Bilder im grösseren Format sehen, klickt einfach auf das erste Bild und blättert durch.


















Mosel
Nun starteten wir zur eigentlichen Moselfahrt, entlang des breiten gut schiffbaren Flusses, der sich mäandernd durch das Moseltal zieht. Um jede Ecke ein Ah und Oh. Links und rechts der Mosel nur Rebberge soweit das Auge reicht und das auf über 130 km. Wer sauft den soviel Wein, lieblich, halbtrocken oder trocken. Fast an jeder Ecke ein Weinautomat und du hast die Qual der Wahl eben zwischen lieblich, halbtrocken oder trocken. Wir haben uns für den Halbtrockenen entschieden. Der liebliche ist für mich Zuckerwasser. Alle rund 2 km hat es einen Stell- oder Campingplatz. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen, um einen Platz zu finden. Auf die ganze Moselstrecke Koblenz-Trier aufgeteilt sind es über 80 Plätze. Immer prächtig und bequem meistens am Wasser gelegen. Links und rechts der Mosel bestens ausgebaute Radwege. So konnten wir von einem Standplatz beidseitig in alle Richtungen fahren. Teilweise ging es auch hoch auf den Hügelzug per Radl. Einige Male haben wir auch unsere Wanderschuhe geschnürt und sind die rund 300 Höhenmeter auf- und wieder runtergestiegen und haben die tolle Aussichten genossen. Wettermässig war es der Hammer. Neun Tage verlustierten wir uns an der prächtigen Mosel, sei es per Rad oder zu Fuss oder auch mit einem Schlossbesuch in Cochem oder bewunderten vom Hügel aus die berühmte Brehmschleife, die engste Schleife der Mosel. Wir notierten in unserem Tagebuch über 140 Radkilometer und 5x haben wir den Stellplatz gewechselt. Wir lassen die Bilder sprechen.















Luxemburg
Luxemburg haben wir schon einmal gestreift vor ein paar Jahren, aber damals nur die Stadt Luxemburg besucht. Nun ging es ins sagenumwobene Mullertal. Was wir hier wandernd erlebten, sprengt fast unsere Vorstellungskraft. Durch enge Schluchten und Felsblöcke zwängten wir uns. Manchmal ging es nur quer hindurch und den Rucksack musste man abnehmen. Wunderbar. Auch die berühmte Wolfsschlucht haben wir durchwandert und dann noch eine grössere Velotour zur Aussichtsplattform über dem Stausee abgestrampelt. Prächtig auch der Stellplatz am Wasser in Esch sur Sûre und die Burgruine hoch über dem Dorf. Allen bekannt aus der Geschichte ist Diekirch (Ardennenschlacht), wo wir das Kriegsmuseum besuchten und dann mit dem Züglein (ÖV ist in Luxemburg gratis…) nach Ettelbruck ruckelten, um die wunderbaren Wandmalereien an den Häuserfassaden zu bestaunen.









































Belgien Spa
Nach sieben Tagen Luxemburg führte uns Elvis 156 km nördlich nach Spa. Unser erster Stellplatz, fast an der Rennstrecke Spa Francorchamps, war leider wegen geschlossener Zufahrtstrasse nicht erreichbar. Ich konnte an diesem Tag leider die angeblich schönste Formel-1-Strecke der Welt nicht mit dem Radl abfahren, was an diesem Dienstag Abend für 10€ möglich gewesen wäre. Schade. So fanden wir etwas ausserhalb Spa einen Campingplatz, wo wir uns mit Rad und Zug nach Spa bewegten. Selbstverständlich war hier in der Therme ein Wellnesstag Pflicht, an diesem berühmten Geburtsort von Wellness und Entspannung. Von hier kommt das Wort Spa eben: Sanus per Aqua. Das Städtchen glänzt mit prächtigen opulenten Prachtbauten, die aber etwas in die Jahre gekommen sind. Sie sind am renovieren…














Namur
126 km westlich rief Namur. Hier fliessen die Maas und die Sambre zusammen. Sehr ähnlich wie in Koblenz am Deutschen Eck. Auch hier wie in Koblenz eine riesige Festung hoch über der Stadt, die man auch per Seilbähnli erreichen kann. Wir Schweizer laufen hoch… war sehr warm und sportlich. In der Stadt fand über das Wochenende ein Strassenkünstler Festival statt. So wurden wir mit prächtigen Darbietungen an jeder Ecke verwöhnt. Auch die Innenstadt lebendig und sehr sehenswert. Da ja Belgien als das Land der Biere und der Schokolade gilt, haben wir in einer Seitengasse einen Schoggikünstler entdeckt, der eine kleine Manufaktur „Pralinez moi“ hat und edelste Kunststücke von Pralinen herstellt und weltbekannt ist. Gleich haben wir eine Schachtel dieser Kunstwerke gekauft und mit nach Hause genommen. Es reut uns fast zum Essen…























Dinant
Nur 26 km südlich von Namur liegt das Städtchen Dinant, der absolute Hotspot für die Touris. Selbstverständlich auch für uns. Nur gerade zwei Kilometer ausserhalb Dinant ein prächtiger Stellplatz am Wasser an der Maas gelegen. Da konnte ich auch mal den Grill anwerfen und ein prächtiges Stück Filet auf rosa trimmen… Dinant ist wirklich eine Augenweide. Über der Stadt thront eindrucksvoll auf einem Felsen die Zitadelle. Selbstverständlich wollten wir die 408 Treppenstufen, anstelle der Schwebebahn, hochlaufen. Doch auch für das Hochlaufen musst du bezahlen, als Eintritt zur Zitadelle. Also nichts wie los gleich auf‘s Bähnli. Ist gleich teuer. Runter marschiert sind wir dann aber schon. Das Museum in der Zitadelle war wirklich einen Besuch wert und der Ausblick auf Dinant sowieso. Und wir sind in der Geschichte Belgiens, vor allem über den ersten Weltkrieg bestens informiert.



















Schiffshebewerke
Bevor wir Mons erreichten, fuhren wir zu den eindrücklichen Schiffshebewerken, die ja gerade am Wege lagen. Da waren zuerst das alte, resp. vier alte Hebewerke, die die Schiffe 17m hoben. Nun wurde ein neuer Kanal gebaut mit nur einem Hebewerk, das die Schiffe in einem Zug über 70m hoch hebt in einer Wanne von über 100m Länge. Ein riesiges Bauwerk das Eindruck macht. Was wir auch eindrücklich fanden, war der anschliessende Kanal, der hoch über den Strassen liegt und wir im Kreisel unten durchfahren mussten.











Mons
Nach Mons waren es 115 km. Etwas ausserhalb der Stadt fanden wir an einem See einen praktischen, schönen Gratis-Stellplatz. Übrigens die Distanzen in Belgien sind wirklich klein, ähnlich wie in der Schweiz, wo jede Stunde eine andere Stadt ruft.
Mons sagte uns nichts, doch wir wurden zünftig überrascht. 30 Minuten Fussmarsch in die Stadt zuerst am Bahnhof vorbei. Was für ein Bahnhof, eine Kathedrale von Calatrava. Sensationell, wunderschön. Aber auch die charmante Altstadt hat es in sich. Das sah so aus, als fühlten wir uns ins 18. Jahrhundert versetzt. Kopfsteinpflaster, alte prächtige Bauten und dann der Grand Place, ein Häuserviereck vom feinsten. Selbstverständlich liessen wir uns in einem neckischen Restaurant an der Front nieder. Doris mit Cüpli und ich wie immer mit dem vielversprechenden Belgischen Bier sogen das Leben auf dem Platz ein.














Yeper
Yeper oder auch Ieper geschrieben hat uns sehr beeindruckt, aber auch sehr stark berührt. Hier in Westflandern hat der erste Weltkrieg grosse Spuren hinterlassen. Auf der Friedensradroute fuhren wir einen Teil des Yeperbogens ab, der viele Mahnmale und Soldatenfriedhöfe beinhaltet. Hier standen sich die Kriegsparteien Alliierte und die Deutschen vier Jahre lang in tiefen Schützengräben und Festungen gegenüber. Höhepunkt jeden Tag ist der Zapfenstreich am Mahnmal für den Frieden (Menen-Tor). Da steht alles für rund eine Viertelstunde still, um innezuhalten und Trompeter spielen „The Last Post“.
Nebst Krieg und Mahnmale hat aber auch die Innenstadt mit dem Grote Mark was zu bieten, einem wunderbaren Platz im Häuserviereck. Man sitzt vor dem feinen Belgischen Bier und bestaunt das emsige Treiben rund um die prächtigen Häuserzeilen.





















Nieuwpoort/Nordseeküste
Nur gerade 33 km waren es nach Nieuwpoort am Meer. Belgien grenzt an die Nordsee und nennt sich einen rund 70 km langen Küstenstreifen sein eigen. Erschlossen von einem Küstentram, die längste Tramlinie Europas. Für Rentner gibt es die Tageskarte für 9€. Selbstverständlich haben wir das genutzt und sind hoch gefahren bis zur Holländischen Grenze und an interessanten Orten aus- und wieder zugestiegen. In Nieuwpoort genossen wir die drei Tage auf einem hochmodernen Campingplatz, wo wir mit dem Bike in 5 Minuten in der Stadt waren. Eine Velotagestour führte uns fast an die französische Grenze nach De Panne. Riesige über 10stöckige Wohnblöcke säumten die Küste. Man könnte sagen der neue, moderne Atlantikwall… Grässlich. Benidorm lässt grüssen. Beim Fischhändler wurde frischer Fisch eingekauft und in unserer kleinen Elvisküche ein herrliches Mahl zubereitet. Nieuwpoort glänzt auch mit interessanten Schleusentoren, einem der grössten Jachthafen Europas und einem riesigen Albert der Erste Denkmal, wo im Untergeschoss das Tourismus-Büro ist. Selbstverständlich holten wir auch hier diverse Informationen ab, das wir nicht im Internet googeln konnten. Immer zuerst es Cherli zum Tourist-Info in jeder Stadt war Pflicht.









































Brügge
Wieder nur ein Katzensprüngli von 51 km nach Brügge. Belgien das Land der kurzen Wege. Morgens bei Zeiten abgefahren, damit wir am Stellplatz an Rande der Altstadt sicher ein Plätzchen finden. Die Taktik ging bestens auf. Camper parkiert und den Pfus angeschlossen und ab per Pedes in die Altstadt. Was wir hier antrafen übersteigt fast unser Sehvermögen. Das Venedig des Nordens. Eine Innenstadt vom feinsten mit grossen Plätzen und verzierten Giebelhäusern. Wir lassen die Bilder sprechen. Auch das Bike war im Einsatz mit einer Tour rund um die Stadt und weiter einem Kanal entlang, zurück zu den Windmühlen, die sich auf dem Erdwall zwischen Kanal und der Altstadt präsentierten. Selbstverständlich beeindruckten uns auch die verschiedenartigen Zieh- und Drehbrücken, die jedes mal den Verkehr stoppten, um die Schiffe vorbeizulassen.



























































Gent
Nur 52 km trennen Brügge und Gent. Etwas ausserhalb der Stadt liessen wir uns auf einem Campingplatz nieder. Logisch ging es per Stromtreter in die Innenstadt. Leicht verfahren, aber dennoch nach einem Cherli Downtown gefunden. Auch hier wieder fast eine Kopie von Brügge, etwas kleiner aber nichtsdestotrotz prächtig. Mit nicht weniger als über 13’000 Schritten durchwanderten resp. erkundeten wir die City. Vorbei auch wieder an Kanälen wunderbaren Ecken, mutigen Bauten bis zur hypermodernen Bibliothek. Nicht zu vergessen, immer der Stop in einer Kneippe und Verkostung eines Spezialbieres. Wird auch langsam zu einem Spezialhobby von mir, Bier mit den entsprechenden Gläsern zu kaufen. Der Elvis bekommt etwas mehr Gewicht auf der Heimfahrt.















































Antwerpen
Brüssel haben wir „umschifft“ und sind die 72 km direkt nach Antwerpen gefahren. Das Bild hat sich nun geändert. Ebenfalls eine schöne Altstadt, doch der Hafen und die vielen neuen architektonischen Prachtsquartiere zeigt uns eine hochmoderne Stadt mit dem zweitgrössten Hafen in Europa hinter Rotterdam. Neben dem Messegelände fanden wir für zwei Nächte einen Stellplatz. Jetzt ging es einmal mit der Strassenbahn in die Stadt zum Bahnhof, ja Bahnhof nicht Kirche, ein prächtiges Monument das Eindruck macht. Weiter schlenderten an den vielen Diamantenshops vorbei. Kamen auch nicht in Versuchung da einzutreten, da die Investition für die letzten 25 Lebensjahre doch zu hoch ist. Altstadtstop mit der obligatorischen Bierdegustation am Grote Markt. Dann durch enge Gassen zum alten Hafen (Schelde), der zu einem prächtigen Freizeitboulevard bespickt mit Parkanlagen und gedeckten Parkplätzen in den alten Hallen präsentiert. Riesig, eindrücklich. Auch hier sahen wir links und rechts der Strasse flotte Velowege. Darum am nächsten Tag mit dem Rad zur Schelde. Besuch des MAS (Museum am Strom) herrlich begehbares Museum bis auf das Dach. Auf jedem Stock ein anderes Ausstellungsthema. Weiter radelten wir zum Hafenhaus, wo das alte und der von Zaha Hamid gestaltete Überbau den Beginn des grossen Hafens andeutet. Nun ging’s los zur Velo-Hafenrundfahrt. Wir haben nur den kleinsten Kurs genommen und der war nicht gerade kurz, quer an den Kanälen vorbei oder darüber gestrampelt. Das war aber nur ein ganz kleiner Bruchteil des Hafens den wir zu sehen bekamen. Für uns Bünzlischweizer dennoch eine Nummer zu gross aber eindrücklich. Die Heimfahrt wieder an den hochmodernen Quartieren vorbei, die zum Staunen anregten. Es gibt sogar eine Rad-Architektur-Route dem wir teilweise folgten.



















































Zuletzt noch die Bemerkung, dass wir auf der Luxemburg und Belgien Tour in 5 Wochen nur gerade zweimal Schweizer trafen. Kurz gesagt scheinen diese Länder für Schweizer nicht interessant zu sein, resp. unbekannt. Schade. Wir haben prächtiges erlebt und entdeckt, eben weit weg von touristischen Hotspots, wie es vermutlich die Helvetier lieben. Wir sind ja etwas bekannt, dass wir auf unseren Reisen immer Spots ansteuern, die etwas unbekannt sind und entdeckt werden müssen.
Südeifel Oberweis/Bitburg
Langsam hatten wir genug Städte gesehen. Darum geht’s über 273 km zurück nach Deutschland in die Südeifel (Rheinland-Pfalz) aufs Land. Ganz in der Nähe von Bitburg entdeckten wir einen wunderschönen Campingplatz in Oberweis mit Pool, grosser Parzelle, Brötchenservice (sehr wichtig!) am Ufer eines Flusses. Über Nacht prasselte ein zünftiges Gewitter über unseren Elvis hinweg und von der Markise stürzt ein Sturzbach auf unseren Vorplatz, wo Frauchen meinte, ich müsse die Markise nachts dringend einziehen – im Pischi… Denkste, die hält… Am Morgen kam dann das Lob von Doris, dass ich das Ding richtig gut und sturmsicher verankert habe. Apropos Wetter: auf der ganzen Reise sind wir nun ca. 3x vom Regen überrascht worden.
Der Fluss Prüm bildet eine tiefe Talmulde und durchzieht die Südeifel in engen Schlaufen. So war auch wieder mal ein Fussmarsch sprich Wanderung angesagt, das uns an der zünftig wasserführenden, braunen Prüm entlang zum nächsten Dorf führte. Selbstverständlich wurde auch ein Besuch von Bitburg per Velo gemacht. Da dreht sich alles ums Bier „Bitte ein Bit“! Bierbrunnen, Brauerei, Bierschenke etc.
Die grosse Velotour am letzten Tag zum Bitburg Stausee und zum Schloss Hamm im Prümtal zeigt uns einmal mehr eine total unbekannte, spannende Gegend. Drei Tage/Nächte haben wir hier verbracht. Teilweise auch mit Nichtstun, lesen, sünnele und bädele im Pool, eben Ferien machen.























Bad Kreuznach
Der nächste grössere Gump führte uns über 157 km nach Bad Kreuznach. Und das war schon wieder eine Entdeckung. Eine Kurstadt immer noch in Rheinland-Pfalz, unweit von Mainz entfernt.
Der Stellplatz direkt am Fluss Nah gelegen und in fussweite der Altstadt. Eine romantische Altstadt mit den Brückenhäusern, ein grosses Kurviertel mit Therme und Badhaus. In diesem riesigen Badhaus sind wir dann wieder einmal unserer Leidenschaft dem Welnessen und Saunieren nachgegangen und haben die Seele baumeln lassen. Nicht weniger als 15 verschiedene Saunen haben wir gezählt mit exzellenten Aufgussmeistern mit Showeinlagen. Diverse Relaxebecken unter Palmen sowie ein Dachgarten mit Bistro krönten den Tag.
Anderntags haben wir die Stahlpferde gesattelt und sind ins Nachbardorf Bad Münster am Stein geradelt, vorbei an sechs riesigen Gradierwerken (Salzgewinnungs-Anlagen), die teilweise über 100m breit sind und das Tal „versperrten“. Das Ziel war der Steinskulpturen-Park Fondation Kubach-Wilmsen. In einem grossen Park, frei zugänglich und einem Museum, gebaut vom berühmten japanischen Architekten Tadao Ando, haben wir uns herrlich ergötzt an den kunstvollen „Steinblöcken“. Auch die Anfahrten der Nah entlang zeigt uns links und rechts riesige rote Felswände. Selbstverständlich haben wir auch hier eines der schönsten Kurhäuser Europas bewundert, das gerade eine Grossrenovation über sich ergehen lassen muss. Zu guter Letzt haben wir den Bikes noch die Sporen gegeben resp. mehr Pfus und sind zu einem Aussichtspunkt hoch geklettert. Selbstverständlich mit prächtiger Ausblick auf das Nahtal und seine roten Felsen.








































Bad Dürrheim
Nun folgt der Schlussspurt Richtung Schweiz. Mit 412 km die längste Tagesfahrt auf unserer Reise. Ein alter bekannter Ort machte den Schluss unserer fast siebenwöchigen Reise. Einfach runterfahren, alles sacken lassen, entspannen, bädele und wellnessen. Man muss und soll sich in unserem Alter etwas gönnen und erholen nach einer grossen Reise.
Doch unsere obligatorische „Einkaufstour“ mit dem Velo nach Villingen musste noch sein. Schon auf der Hinfahrt merkte ich, dass ich meinen Geldbeutel vergessen habe. Hä-nu-se-den. Schöner Laden, schöne Hosen für Doris, passt, an die Kasse… und Doris hat den Geldbeutel mit den Kreditkarten auch vergessen… Tut uns leid, können leider nichts kaufen. Ich entdeckte noch einen feinen Schlarpen in einer Auslage, geht auch nicht. Nun der plötzliche Geistesblitz oder göttliche Eingabe bei Baumann. Ich habe doch die Kreditkarte auf dem Handy gespeichert. Voilà. Nichts wie los in die Läden zurück und wir konnten kömmerle und bezahlen. Ich entdeckte in einem Handy-Shop noch einen neuen Pariser für mein Handy. Leider nur gegen Barzahlung… „Weisch Mann, wir machen nix Kreditkarte…“ Also weiter mit dem alten, abgewetzten Handy-Etui. – Schönes Schlusserlebnis mit lustigen, altersbedingten Aussetzern.






Zahlen und Fakten zur Reise
45 Tage
2478 Kilometer Total
39,5 Std. Fahrzeit
Ø 63 Std./km
3 Länder: Deutschland, Luxemburg, Belgien
1498.50 € Stellplatzgebühren
33 € Ø Stellplatz pro Tag
365 € Diesel
9,1l Ø Spritverbrauch
503 Velokilometer
2464 € Gesamtkosten (ohne die täglichen Einkäufe für Essen – müssen wir zu Hause auch)
inkl. für auswärts Essen, Tickets und Gebühren
Belgien und Luxemburg sind keine billigen Länder. Die Preise ähnlich wie in der Schweiz.
Der Zustand der Strassen lässt in Belgien etwas zu wünschen übrig.
Belgien, das Land der Radler.
Das Velo ist die heilige Kuh in Belgien, fast wie in Indien, an jeder Strassenkreuzung winken dich die Autos flott hinüber und halten an. Die Velowege sensationell.



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