Auf zur Mitternachts-Sonne

Wenn man eine Reise zur Mitternachtssonne in Norwegen (Lofoten) machen will, muss alles sehr gut vorbereiten und geplant werden. Allein die Anreise von 4’400 km sind kein Pappenstiel. 

So sind wir Mitte Juni in der Schweiz losgefahren und haben uns viel Zeit bei der Fahrt durch Deutschland und Dänemark genommen. Wie immer starteten wir in Bad Königshofen mit einem Wellness-Tag. Drei Tage verbrachten wir in Alt Schwerin in der Mecklenburgischen Seenplatte. Eine 60-km-Velotour rund um den Plauer-See an Doris „geradem Geburtstag“ war ein etwas kräfteraubendes Geburtstagsgeschenk. Aber schön war’s alleweil. Weiter führte die Reise nach Rostock und einer Schiffahrt nach Warnemünde. Letzte Station für uns in Deutschland Flensburg an der Grenze zu Dänemark. Das neckische Städtchen war wirklich ein Stop wert. 

Durch Dänemark ging’s zügig weiter für zwei Tage nach Aalborg. Diese Stadt hat es in sich: tolle, moderne Architektur und eine wunderbare Altstadt. Somit war die erste Woche schon abgeschlossen und es ging schnurstracks zum Fährhafen Hirtshals ganz im Norden von Dänemark. Hier trafen wir auf unsere Freunde Urs und Marianne aus Belp, mit denen wir Norwegen bereisen wollen. Am Abend checkten wir auf der Fähre ein und um Mitternacht trafen wir in Kristiansand ein. Den Rest der Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz gratis, weil wir das Norwegische und die Technik auf der Parkuhr nicht verstanden… 

In Norwegen angelangt suchten wir auf der Weiterfahrt am Morgen einen lauschigen Parklatz am Fjord zum Brunchen. Bereits rief der erste norwegische Höhepunkt, der knapp 600m hohe Preikestolen, eine scharfkantige Felskanzel 600m senkrecht über den Lysefjord. Auf dem Campingplatz richteten wir uns ein, um am nächsten Tag die Bergtour auf diesen Felsen anzugehen. Leider hatte sich die Sonne hinter den Wolken verborgen. Wir marschierten dennoch los. Es hat sich aber wirklich gelohnt. Der 3-stündige Aufstieg mit rund 500m Höhendifferenz auf diese markante Felsplattform war ein anstrengendes Erlebnis. Auf dem Abstieg mussten unsere „alten“ Knie etwas leiden…

Nach einer weiteren Nacht auf dem Preikestolen-Camping überquerten wir mit Fähren zwei Fjorde, um uns dann auf dem Camping Bratland in der Nähe von Bergen einzurichten. Bus und Tram brachten uns nach Bergen, wo Doris und ich schon vor vier Jahren geankert hatten, als wir die Hurtigrute per Schiff bereisten. Damals war es ja die Initialzündung, Norwegen nochmals mit unserem Camper Elvis vom Lande her zu erkunden. 

Weiter ging es nach Loen zum Sade Camping an einem Fjord, der, welch Zufall, zum schönsten Fjord Norwegens ausgezeichnet wurde. Eine Biketour dem Fjord entlang an die Geltscherzunge krönte diesen Aufenthalt.

Nun folgte bereits der nächste Höhepunkt: über den Dalsnibba-Pass ging es die 1000 Höhenmeter runter über unzählige Haarnadelkurven zum weltberühmten tiefblauen UNESCO-geschützten Geiranger-Fjord. Leider war das Wetter oben auf dem Pass so schlecht, dass wir den Dalsnibba-Hügel rechts liegen liessen. Auf der Fahrt auf über 1000m säumten noch grosse Schneefelder die Landschaft und das Thermometer zeigte nur gerade 4 Grad an.

Anschliessend war auf der Fahrt nach Alesund der Trollstigen angesagt. Ebenfalls ein atemberaubender Pass mit „Aussicht“ auf die steilen Serpentinen, wo kreuzen manchmal zum Ereignis wurde.

Über die Städte Bergen, Alesund, Molde und Trondheim möchte ich nicht viele Worte verlieren, weil wir dies schon im letzten Norwegen-Blog redlich getan haben: 

https://baumanndacosta.wordpress.com/2017/07/27/in-den-norden-europas/

Selbstverständlich haben wir in allen Städten ausführliche Rundgänge mit unseren Berner Freunden gemacht, da wir von unserer vergangenen Reise fast „Einheimische“ waren… Einzig erwähnenswert ist die Biketour in Molde, wo uns die holde Damenmannschaft, bestückt mit Stromtretern, oben auf dem Varden mit Applaus erwartete und wir ausgelaugt mit brennenden Oberschenkeln vom Rad stiegen oder fielen. Kaffee und Kuchen im Bergrestaurant haben uns dann gestärkt, um die rasante Abfahrt zu geniessen. Ebenfalls erwähnenswert ist der tolle Stellplatz in Alesund, der wirklich direkt am Wasser liegt und wir unsere lecker gemachten Fajitas zwischen unseren beiden Campern am wackeren Holztisch genossen. 

Selbstverständlich kam nach Molde ein weiteres Highlight hinzu, die Fahrt über die berühmte Atlanterhavsvegen (Atlantikstrasse) nach Kristiansund. Toll schwingen sich die Brücken von Schäre zu Schäre am offenen Meer entlang und öffnen immer wieder neue tolle Ausblicke. Und zu aller letzt tauchten wir ab auf 120m Tiefe und unterquerten in einem 5 km langen Tunnel den Fjord nach Kristiansund.

Nach Trondheim ging es ans Eingemachte. Nun waren die dunklen Nächte ganz kurz und das Wetter hatte es nicht so gut gemeint, einmal hat es sogar „Gschneebolet“. Wir fuhren deshalb zügig nordwärts. Wir sagten uns, was wollen wir bei schlechtem Wetter, die Reise ist noch lang und an diesen Tagen können wir Kilometer „fressen“. Mit Tempobolzen kommt man aber nirgends hin. Die durchschnittliche Geschwindigkeit in den engen Strassen, Hügel rauf und runter und um die Fjorde kurven etc., lassen höchstens 60-70 kmh zu. Zusätzlich noch die vielen dunklen Tunnels, einfach in den Felsen gehauen, kaum Leuchtlichter auf den Seiten. Sie verschluckten einem als wäre man in einem Kuhmagen. Somit braucht man für 500 km lockere 7-8 Stunden…

In Mosjøen haben wir für zwei Nächte Halt gemacht. Stubers machten eine Biketour, Doris und ich sind die 1566 Steintritte auf der Helgeland-Treppe hochgestiegen, die kurz zuvor von der norwegischen Königin eingeweiht wurde. Oben angekommen, eröffnete sich uns ein wunderbarer Blick auf Mosjøen und den Fjord. Auch unsere Knie und Oberschenkel haben den Abstieg bestens überstanden. Wir sind ja schon etwas geübt und trainiert…

Über eine riesige, wunderschöne Hochebene oberhalb der Waldgrenze, die hier nur gerade auf 600m ü. M. liegt, erreichten wir den Arctic Circle, den sogenannten Polarkreis. Ab hier geht im Sommer die Sonne nie unter und nachts wird es nie dunkel. Zum guten Glück konnten wir unsere Camper gut verdunkeln und schliefen dennoch bestens.

Die Fähre brachte uns von Bognes nach Lødingen/Lofoten und wir übernachteten auf einem wunderbaren Stellplatz direkt am Wasser und genossen die erste Lofoten-Nacht. Ab hier meinte es der Wettergott sehr gut mit uns. Die Woche auf den Lofoten war prächtig. Fast an jeder Ecke und Kurve war es ein Ah und Oh, was sich vor unseren Augen auftat. Aber nun alles der Reihe nach.

Vom Stellplatz am Gullesfjord führte uns eine Wanderung zu einem herrlichen Wasserfall. Weiter strandeten wir im Skandic Camping, von wo uns ein Velotürli ins nahe Dörfchen Kabelvag brachte und am nächsten Tag noch weiter nach Svolvaer. Mit einer Schiffstour erkundeten wir den Trollfjord, um die Seeadler bei der Jagd auf Fische zu bestaunen. Da schlug mein Herz höher. Ich konnte das grosse Tele montieren und schoss herrliche Bilder von diesen prächtigen Tieren. Selbstverständlich sind wir am Abend beim Campingplatz auf die vielen Felshügel geklettert, um den traumhaften Sonnenuntergang zu geniessen.

Ein kurzer Abstecher durch den Tunnel zu einem der schönsten Strände Europas (Times) von Uttakleiv war Pflicht. Was sich hier vor unseren Augen auftat, war einfach himmlisch. Ein weisser Sandstrand umgeben von einer schroffen Bergkulisse. Man fühlte sich fast in der Karibik. Das Wasser ist höchstens 15 Grad warm und ladet leider nicht zum Bade und dies im Juli.

Dann folgte der absolute Höhepunkt auf den Lofoten, der Aufenthalt im Camping Skagen Lofoten Beach. Selbstverständlich genossen wir am Strand die Mitternachtssonne, als sich diese ganz langsam zum Meereshorizont senkte und gleich wieder hochstieg. Ein Erlebnis erste Güte… Meine Fotobegeisterung war so gross, dass ich auch die zweite Nacht aufblieb, um das Naturschauspiel nochmals zu bewundern. Ich war einfach hingerissen und evtl. schon Mitternachtssonne süchtig… Von hier aus konnten wir per Bike Nusfjord besuchen. Ein typisches Lofoten Fischerdorf, ein Gesamtkunstwerk von musealen Häusern und Einrichtungen.

nicht Karibik, sondern Lofoten/Norwegen

Der letzte Stop brachte uns an den Ort mit dem kürzesten Namen Å am südlichsten Zipfel der Lofoten. Gesprochen als offenes O mit einem Kratzen im Hals. Alles klar? Auch dieses Dorf sehr musealisch mit vielen Inputs zur Lofoten-Fischerei. Eine kurze Wanderung auf dem Campingplatz zeigte uns ein letztes Mal die Schönheiten der Lofoten mit dem vielen Wasser, dem kräftigen Grün und den steilen Bergen, bevor wir am späten Abend mit der Fähre zurück aufs Festland nach Bodø schipperten.

In Bodø trennten sich unsere Wege. Stubers fuhren direkt nach Schweden, um die lange „Heimreise“ der schwedischen Ostküste entlang unter die Räder zu nehmen. Doris und ich wollten, nachdem wir auf dem Landweg Richtung Norden gefahren waren, der Helgelandküste entlang Richtung Süden reisen. Erste Besichtigung war Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt, 30 Kilometer südöstlich der Stadt Bodø gelegen. Durch einen 2,5 Kilometer langen und etwa 150 Meter breiten Sund strömen im Wechsel der Gezeiten fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser zwischen dem Saltfjord am Meer und dem Skjerstadfjord im Inland hin und her und das alle 7 Stunden in die andere Richtung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometer. Ein Naturspektakel das seinesgleichen sucht. Die hohe Brücke über den Strom gibt eine eindrucksvolle Aussicht.

Saltstraumen, der grösste Gezeitenstrom der Welt

Über diese Brücke fuhren wir weiter nach und durch Helgeland. Wir mussten auf der viertägigen Reise nicht weniger als 6x eine Fähre nehmen. Dank dem herrlichen Wetter waren diese Überfahrten zwischen den diversen Schären und bewohnten Inseln eine richtige Abwechslung und mit vielen wunderbaren Eindrücken gesegnet. Da stieg manchmal nur ein Paar mit grossen Einkaufssäcken zu, um auf der nächsten Insel wieder auszusteigen oder ein stinkend-rauchender Traktor verliess die Fähre. Die Fahrt Richtung Süden brachte uns auch an einen versteckten Stellplatz in Forvik hinter einem Fabrikgebäude, direkt am Meer mit traumhafter Aussicht.

Während der Etappe von Forvik nach Namsos machten wir einen Abstecher zum Torghatten, dem Berg mit dem Loch. Steil war der Anstieg hoch zum Loch. Noch interessanter als das Loch war die Aussicht auf die andere Seite. Dazu muss man erst jede Menge Holzstufen hinuntersteigen. Nach einigen Augenblicken des Innehaltens steht man dann aber mit staunenden Augen vor den vielen kleinen Inseln und oben auf der Krete beobachtete uns eine Hirschkuh, als wir wieder zur Küste wanderten.

Langsam näherten wir uns dem Lillehammer-Tal. Zuvor legten wir einen Stop im ehemaligen Weltcup-Ort Oppdal ein, in einer der besten Sportregionen Norwegens. Am ersten Tag war ein Velotürli in den touristisch sehr feinen Ort angesagt. Bei prächtigem Wetter mit voller Bergausrüstung ging es am nächsten Tag hoch auf den Berg namens „The Hill“. Wusste gar nicht, dass die Berge so steil sind wie bei uns in der Schweiz. Gute sechs Stunden waren wir unterwegs und genossen die öden Steppen, die in den höheren Regionen teilweise noch schneebedeckt waren. Eine Bildergalerie im Berghaus zeigte uns, dass hier ein gewisser Marc Girardelli schon mal gesiegt hatte. Wir hätten auch den Sessellift runternehmen können, doch wir stolzen Bergwanderer wollten unseren Knien auch noch einen Gefallen tun…

Die nächste Tagesetappe führte uns über eine beeindruckende Hochebene nach Ringebu. Auf dieser kahlen Hochebene, dem Dovrefjell wanderten wir auf den Viewpoint Snøhetta. Eine traumhafte Landschaft tat sich vor uns auf und die hochmoderne, einem Kunstwerk ähnelnde Snøhetta erwartete uns. Selbstverständlich stoppten wir auch bei der berühmten Stabkirche in Ringebu, wo wir feststellten, dass Stabkirchen nur von „aussen schön“ aussehen. Das Hineinschauen ins dunkle Holzgebilde kostete sogar lockere Fr. 10.– pro Person, obwohl wir die Kirchensteuer bezahlt haben…

Nun rief Lillehammer für drei Tage. Die Fahrt durch das „Lillehammer-Tal“ war wirklich prächtig, vorbei an Kvitfjell und dem langen und grössten See Norwegens namens Mjøsa-See. Hoch über Lillehammer trohnt die berühmte Olympiaschanze. Heiss war es – bei 32 Grad wanderten wir hoch zum Hügel, der uns einen prächtigen Ausblick auf den See und das Gudbrandstal öffnete. Der See lud abends zum Bade mit lockeren 24 Grad. Anderntags war eine Velotour hoch über Lillehammer angesagt. Vorab galt aber noch der Besuch dem Olympia-Museum, was Erinnerungen an Vrenis wunderbare Slalomläufe wachrief. Auch heute war es immer noch verdammt heiss. Doris mit dem Stromtreter hatte es bequem und locker, während ich die 600 Höhenmeter Richtung Mesnali sehr schweisstreibend absolvierte. Die anschliessende, rasante Schussfahrt zurück auf den Campingplatz war dann aber meine Domäne.

Auf der weiteren Reise Richtung Oslo besuchten wir in Hamar die riesige Eisschnelllaufhalle, die von aussen wie ein umgekehrtes Wikingerschiff aussieht. Architektur in nordischer Form… Innen absolvierten die Eisschnellläufer bereits ihre Runden.

Nun rief Oslo. Leider konnten wir den Campingplatz nicht im Voraus buchen. Darum unser Overnight-Stop kurz vor Oslo, damit wir am frühen Vormittag im riesigen Camping Bogstad gleich hinter dem Holmenkollen einen Stellplatz bekamen. Somit konnten wir bereits mittags mit Bus und U-Bahn Downtown fahren. Oslo eine hochmoderne Stadt mit einer atemberaubenden Architektur. Eine eigentliche Altstadt gibt es fast nicht. Einige alte Häuser etwas „hinter“ der Stadt zeugen noch etwas vom alten Oslo rund um eine alte Schokoladenfabrik angelegt. Tendenz in Oslo: fast alles Alte wird abgerissen und hochmodern wieder aufgebaut. Schön zu sehen an der Hafenfront mit der alles überragenden neuen Oper im Barcode-Viertel. Die beeindruckende Architektur von Renzo Piano und Co. im Quartier Aker Brygge und Tjuvholmen erstaunt ebenfalls. Selbstverständlich sind wir auch auf den Holmenkollen gefahren und haben die imposante Schanzenanlage und die prächtige Aussicht auf Oslo bewundert.

 

Der Nachhauseweg führte uns nun nicht mehr durch Dänemark, sondern der schwedischen Westküste entlang mit Stops in Fredrikstad, Höganäs nach Malmö. Die Stellplätze in Höganäs und Malmö waren direkt am Jachthafen mit herrlichen Sonnenuntergängen. Mit dem Velo ging’s der Küste entlang ins Zentrum, zuerst zum „Turning Torso“ von Calatrava und anschliessend in die Innenstadt, wo in einem „verdreckten Kanal“ gerade der Start des internationalen Malmö-Triathlons war. 

Über die weltweit längste Schrägseilbrücke überquerten wir den Öresund, oben die Autobahn und darunter die zweigleisige Bahn, Totallänge 7,9 km. Wir passierten Kopenhagen und steuerten der Insel Lolland zu, die wir mit einer Fähre erreichten. Vorab waren wir ganz allein auf einem Stellplatz auf dieser „fast einsamen“ Insel, doch abends gesellten sich noch einige Camper dazu.

Eine weitere Fähre überführte uns von Rødby DAN nach Puttgarden GER, auf die nördlichste deutsche Insel Fehmarn. Eine tolle Insel im Süden mit weissen Sandstränden und im Osten mit einer steilen Kliffküste und einer Küstenlinie von 78 km. Es wäre also möglich, die Insel in einem Tag mit dem Tretross zu umrunden, aber bitte den Gegenwind einkalkulieren… Wir beliessen es mit der halben Runde an die Strände im Süden und radelten der Ostküste entlang hoch, besuchten Burg, das von Touristen nur so überquoll. Es war ja auch Hochsommer im Norden Deutschlands. Doch an den vielen Ständen konnte ich nicht widerstehen, des öftern ein Fischbrötchen zu konsumieren oder dann auch im Biergartencafé einen riesigen Windbeutel. Tolle Insel. Wir kommen wieder. Über eine Brücke erreichten wir das Festland von Deutschland und kurvten südlich mit Besuchen der tollen Stadt Lüneburg und der Uni-Stadt Göttingen.

Zu guter Letzt führte uns die Reise in Bad Kissingen wieder mit Stubers zusammen und wir stiessen im Biergarten kräftig auf unsere tolle Nordlandreise an bevor sich unsere Wege wieder Richtung Ostschweiz resp. Bern trennten. Der letzte Stop, wie soll es anders sein, war wieder Bad Königshofen, wo wir bereits zum zehntenmal Rast machten und anschliessend war noch ein Kurzabstecher in die wunderschöne Stadt Würzburg unsere letzte Station.

Eine wunderbare achtwöchige Reise ging unfallfrei zu Ende, ausser dass unser Navi am Anfang dieser Reise plötzlich rauchte und den Geist aufgab. Somit griffen wir auf unser Ersatznavi auf dem Handy (Sygic) zu, das uns auch bestens lotste. Kann man gratis runterladen. Somit hat sich einmal mehr bewährt, ein zweites Sicherheits-Navi bei sich zu haben. 

Alles in allem würde ich behaupten, dass es eine unserer schönsten Reise war. Und es waren ja nicht wenige in den letzten Jahren. Einzig muss man sich vor Augen halten, dass die Anreise sehr weit ist und man etwas mehr planen muss, damit es nicht zum Stress wird. Das ist uns aber bestens gelungen. 

Nicht zu verachten sind die hohen Preise in Norwegen. Der Sprit kostet über Fr. 2.00 pro Liter, ein Bier in der Beiz Fr. 8.00, ein Glas Wein Fr. 13.00…. Es lohnt sich also etwas „Kleingeld“ mitzunehmen. Auch die Kosten für die Fähren müssen mit einbezogen werden.

Die Zahlen:

  • Total Kilometer 8’850 km
  • Ø-Geschwindigkeit 80 kmh
  • Länder: 4 GER/DAN/NOR/SWE
  • Verbrauch: 8,7 Liter/100km (Diesel) den niedrigsten Verbrauch bei all unseren Reisen, darauf zurückzuführen, dass es in Norwegen kaum Autobahnen gibt
  • Ø-Kosten Campingplätze CHF 40.00
  • Fähren: ca. 16x  – zwischen CHF 35.00 bis 100.00
  • Reiseführer: Norwegen (Reise Know-How)
  • Landkarte: Norwegen (Hallwag)

4 Kommentare zu „Auf zur Mitternachts-Sonne“

  1. Lieber Walo, liebe Doris
    Bin begeistert von der Reise, sehr guter und informativer Reisebericht – würde mich auch interessieren, aber Lisbeth ist keine Campering!
    Liebe Grüsse
    Hansruedi

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  2. Hallo Wale und Doris

    Norwegen erleben und von einer nächsten Reise träumen. Es gibt in diesem
    Land so viel zu sehen und zu erleben (gilt übrigens auch für Schweden
    und Finnland). Ihr habt eine tolle Reise gemacht, fast identisch wie wir
    auch vor einigen Jahren. Hättet ihr besser aufgepasst, wären euch unsere
    Spuren an vielen von euch besuchten Orten aufgefallen… Die Lofoten
    waren schon immer Margrit Traum und den haben wir uns mit allem drum und
    dran mehr als erfüllt (2006). Entsprechende Berichte und Fotobücher sind
    zu jeder Zeit in Belp einzusehen. Vielleicht wenn ihr mal Stubers
    besucht. Kaffee-Kuchen gibt es hier immer (Anmeldung nicht nötig).
    Erinnerungen auffrischen und wohl auch etwas „plagieren“ … Übrigens,
    im Norden (jenseits vom Polarkreis9 waren wir auch im Winter bei fast
    nicht mehr auszuhaltenden Tiefsttemperaturen ( auf LL-Skiern und mit
    einer Startnummer vor der Brust! am Lapponia-Hijhto) – Also, wenn immer
    ihr zufällig in der Nähe seid, ihr wärt willkommen.

    Ganz herzliche Grüsse, eine besinnliche Weihnachtszeit und natürlich
    einen guten Rutsch ein ein nächstes Reisejahr wünschen

    Hans und Margrit Burri  (BLIBET GSUND!!!)

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  3. Lieber Wale Herzlichen Dank für Deinen spannenden Reisebericht – als Leser ist man fast mit dabei! Ich hoffe, Ihr könnt noch viele Jahre solche tolle Reisen unternehmen, die Welt ist gross und vielfältig. Übrigens: ein Geheimtipp wÃäe Asien… Beste WÃüche für frohe Festtage und ein glückliches neues Jahr ohne Pannen! Mit freundlichen Grüssen Dario

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